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Marchtal Marathon15.05.2012 Vergangeses Wochenende stand der 4. Marchtal Bike Marathon an. Bei widrigen Wetterbedingungen, knapp 10 Grad und Regen, galt es die 79 Kilometer lange und mit ca. 1400 Höhenmeter eher flache Strecke zu bewältigen. Ich fühlte mich direkt nach dem Start überraschend gut, nachdem ich mich die Woche über absolut nicht auf dieses Rennen vorbereitet hab. So machte ich von Anfang an vorne viel Tempo, beschleunigte zügig aus den Kurven und sprintete die ein oder andere kleine Welle hoch. Doch so wirklich klein wurde die Spitzengruppe deswegen nicht, zu diesem Zeitpunkt waren es sicher noch rund 20 Leute...Bei der ersten Zieldurchfahrt nach gut 20 Km hatte ich dann plötzlich eine 30 Meter große Lücke und zog erstmal durch. Nach knapp 10 Minuten alleine vorne wurde ich dann wieder von M. Pfrommer eingeholt und wir stellten den "Außreisversuch" kurz darauf wieder ein. Auf der zweiten Runde sind wir dann meistens zügig gefahren aber nie richtig schnell. Jeder hatte vermutlich mehr mit den Bedingungen und dem Matsch in den Augen zu kämpfen als mit der Strecke, die technisch keinerlei Schwierigkeiten hatte. Auf die 3. Runde gingen wir dann noch zu sechst, wobei wir entgegen meiner Vermutung keinen Mann mehr verloren, obwohl wir die Berge dann doch sehr zügig gefahren sind. So ging es also in den ca. 2 Km langen Schlussanstieg, der am Ende in eine Steile Weise mündet. Leider hatte ich hier nicht mehr genug Kraft, um als erster über den Berg zu fahren....Die Anstrengungen am Anfang, das schlechte Wetter, und mit Sicherheit auch die harten Rennen der Vorwochen haben ihre Spuren hinterlassen. So rollte ich etwas enttäuscht knapp nach der Spitzengruppe auf Rang 5 ins Ziel. Naja, eigentlich wollte ich heute gewinnen, aber andererseits ist dieses Rennen so unwichtig, dass es schlimmeres gibt, als hier kein perfektes Rennen zu fahren. Meine offensive Fahrweise am Anfang hat mir sicher mehr gebracht, als nur im Feld rumzurollen und mich zu verstecken, denn davon wird man garantiert nicht besser...Von dem her hake ich das ganze als gutes Training ab und bereite mich jetzt nach einer kurzen Pause auf die Trans Germany und die Europameisterschaft eine Woche später vor!
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Deutsche Meisterschaft in Singen07.05.2012 Eine große Enttäuschung oder nicht? Heute, nachdem ich eine Nacht darüber geschlafen habe, kann ich etwas zufriedener auf das gestrige Rennen schauen, als unmittelbar nach dem Zieleinlauf. Zumindest kann ich stolz auf meine kämpferische Leistung sein, wenngleich das nackte Ergebnis überhaupt nicht meinen Vorstellungen entspricht. Ich war top vorbereitet, fokussiert, motiviert und fühlte mich gut vor dem Start. Doch alles sollte etwas anders kommen, hier das Rennen aus meiner Sicht: Mein Rennverlauf lässt sich in zwei Teile gliedern. Der erste ging vom Start bis Kilometer 33, der zweite von dort bis ins Ziel nach 95 Kilometern;) Direkt nach Ende der Neutralisation wurde ein sehr schnelles Tempo angeschlagen, ich konnte mich so ca. um die 15. Position einordnen, was natürlich nicht da war, wo ich gerne sein wollte. Doch einerseits waren am Anfang meine Beine noch nicht vollkommen aufgewacht und andererseits war es bei diesem Tempo fast unmöglich nach vorne zu fahren. In einem kleinen Bergauf- Singletrial gab es dann erst einen kleinen Sturz von Torsten Marx, der uns kurz blockierte, und danach mussten einige Fahrer vor mir eine Wurzelpassage zu Fuß erledigen. Als wir oben aus dem Wald rausgekommen sind, sehe ich vor uns ein Loch von ca. 100 Metern bis zu einer 10 Mann Spitzengruppe. In den folgenden Minuten wurde der Abstand eher etwas größer, und so versuchte ich kurz darauf zusammen mit Golderer, Thum, Marx und Hardter den Anschluss nach vorne wiederherzustellen. Weil ich in den Minuten davor die meiste Zeit das Tempo gemacht hatte, gingen mir hier kurzzeitig die PS aus und ich verlor den Anschluss...So wurde ich zusammen mit Hardter wieder von einer größeren Gruppe geschluckt. Diese Gruppe lief leider überhaupt gar nicht und von den gut 10 Leuten hatten offensichtlich nur 3, 4 Interesse, Tempoarbeit zu machen...In der Gruppe war das Tempo sehr entspannt, deswegen bin ich auch hier viel vorne gefahren. Meine Beine waren mittlerweile wach und ich fühlte mich recht gut. In einer schnellen Abfahrt wurde plötzlich mein Vorderrad extram schwammig, der Reifen verlor Luft. Da kurz darauf die Techzone war, entschied ich mich, sicherheitshalber das Rad zu wechseln. Leider dauerte der Wechsel eine ganze Weile, und die große Gruppe war weg. Mit meinem Stop in der Techzone beginnt der zweite Teil meines Rennens. Die verblieben 62 Kilometer bewältige ich alleine bzw. im Duo mit Andreas Kleiber. Zusammen mit Kleiber versuchte ich nach dem Pit Stop erstmal alles, um wieder möglichst schnell an die Gruppe ran zu fahren. Wir haben es auch fast geschafft, aber eben nur fast. Teilweise waren wir keine 100 Meter mehr hinten dran, aber dann wurde es wieder flach und die Gruppe zog wieder weg. Irgendwann war ich total entnervt, auch nach über einer halben Stunde Vollgas haben wir es immer noch nicht geschafft...Zudem kostete dieses "Paarzeitfahren" natürlich unglaublich viel Energie. Zu Beginn der zweiten Runde ist die Gruppe vorne dann nach und nach auseinandergeflogen und so konnten wir Fahrer um Fahrer passieren. Am letzten langen Anstieg musste ich Andi dann ziehen lassen, aber ehrlich gesagt hatte ich am Ende auch nicht mehr die allergrößte Motivation und mein Körper war nicht mehr bereit, mit allen Mitteln zu kämpfen. Das bisherige Rennen hatte seine Spuren hinterlassen, und die Platzierung, die ich erreichen wollte, war sowieso weit außer Reichweite. Die letzten knapp 20 Kilometer bis ins Ziel bin ich dann nochmal alles von vorne gefahren, zwar mit einem zügigen Tempo aber nicht mehr mit allem, was geht. Die Enttäuschung über den heutigen Rennverlauf hat einfach überwogen. Ich hatte mir für dieses Rennen heute so viel vorgenommen, monatelang hart dafür gearbeitet, meinen Fokus auf diesen Tag gelegt, und dann kommen schon in den ersten 1,5 Rennstunden einige Ereignisse zusammen, die das ganze kaputt machen....Im Ziel war ich erstmal sauer und sehr enttäuscht. Natürlich ist ein 14. Platz bei einer Deutschen Meisterschaft immer noch kein so schlechtes Ergebnis, erst recht nicht, wenn man sich die Ergebnisliste ansieht, und feststellt, dass dieses Jahr zum ersten Mal seit einigen Jahren alle absoluten Topfahrer das Rennen auch beendet haben, und nicht wie die letzten Jahre, ein großer Teil schon vorzeitig ausgestiegen ist. Trotzdem ist der 14. Platz sicher nicht das, was ich mir von diesem Tag erhofft habe! Aber so ist der Sport, lange rumzumachen bringt jetzt nichts, ich schaue nach vorne und werde mich jetzt intensiv auf die Europameisterschaft vorbereiten, um dort dann hoffentlich meinen Traum verwirklichen zu können! Riva Bike MarathonUiuiuii das war hart heute! :) Als ich um 7:30 morgens zur Startlinie in Riva rollte, sah ich so ziemlich alles und jeden, was in der Marathon Szene Rang und Namen hat. Ein richtig gutes Starterfeld also, und defintiv das beste, in dem ich jemals zu einem Marathon startete. Trotzdem hatte ich einen guten Start und konnte mich im ersten langen Anstieg, insgesamt ca. 1000 Höhenmeter lang, gut positionieren. Ich hatte schon vor dem Start entschieden, heute die "Ronda Grande" zu fahren, also 86 Kilometer gespickt mit 2700 Höhenmetern. Die ersten 35 Kilometer lief alles wie geplant, doch dann bekam ich an einer kurzen steilen Rampe urplötzlich brutale Krämpfe. Die Gruppe, die ich davor in der langen Abfahrt schon abgehängt hatte, war sofort wieder da und auch vorbei. Ich kämpfte in diesen Minuten nur mit mir selber und meinen verkrampften Oberschenkeln, und so war die Gruppe erstmal weg. Scheisse, denn nun folgte ein rund 10 Kilometer langes Flachstück. Ich musste dann alles alleine fahren und verlor im Kampf mit dem Wind rund eine Minute auf die Gruppe vorne. Doch wenigstens waren die Krämpfe nach einiger Zeit wieder weg und ich fand wieder einen guten Rhythmus. Am Fuß des nächsten Anstiegs rollte mich dann von hinten die nächste Gruppe auf, doch hier wollte ich mich nicht lange aufhalten und setzte mich schnell wieder an die Spitze. Es lief nun wieder gut und nach und nach konnten wir andere Fahrer aus meiner "alten" Gruppe wieder einholen. Direkt nach dem Abzweig zur Ronda Grande sah ich dann plötzlich Karl Platt vor mir. Wir bekamen die Info, dass wir auf Platz 4- 7 liegen. Schade dachte ich mir, heute also nix mit Podium, dafür zusammen mit Karl Richtung Ziel:) Nach einer schnellen Abfahrt auf einer Teerstraße stand noch eine ganz kurze, steile Rampe vor uns. Und plötzlich meldeten sich meine Krämpfe wieder. Trotzdem konnte ich die Gruppe halten und so ging es zu viert auf die letzten flachen, schnellen Kilometer zum Ziel. Ich konnte nun überhaupt nicht mehr rund treten und meine Beine waren komplett steif. Karl ist dann noch aus der Gruppe rausgefahren, ich habe die anderen nachführen lassen und konnte im Zielsprint dann Platz 5 holen. Karl fuhr völlig überraschend wenige Meter vor dem Ziel noch auf den bis dato Dritten auf und sicherte sich so doch noch einen Podestplatz:) Schade, dass ich die Krämpfe hatte, sonst hätte ich mein Ziel Podiumsplatz heute sicher erreichen können! Nächste Woche steht der erste absolute Höhepunkt an: Deutsche Marathonmeisterschaft in Singen. Ich hoffe, dass ich mich schnell erholen kann und dann schaue ich zuversichtlich auf nächsten Sonntag! Marathon und CC in Münsingen22.04.2012 Dieses Wochenende war es für mich endlich so weit, mein erstes Mountainbikerennen in 2012 stand an! Die Woche vorher habe ich es fast nicht mehr ausgehalten und war auch sehr nervös, man weiß einfach nach dem Winter nicht genau, wo man steht, und ob man gute Leistungen aus dem Training auch in den MTB Wettkampf umsetzen kann. Jetzt bin ich erstmal sehr erleichtert, denn mir ging es an beiden Tagen sehr gut!! Am Samstag stand also der "Marathon" über 45 Kilometer an, es waren sehr viele deutsche Top- Fahrer am Start, so hatte ich auch gleich einen sehr guten Gradmesser für die Deutsche Meisterschaft in 2 Wochen. Schon am ersten Berg bemerkte ich, dass die Beine gut drehten und am zweiten Anstieg konnte ich mich zusammen mit 5 anderen (Markus Kaufmann, Ruper Palmberger, Tim Böhme, Steffen Thum, Marcel Reiser) absetzen. Große Namen wie Hannes Genze und Andreas Kugler konnten dem Tempo in diesem Moment nicht folgen! Ich fühlte mich gut in der Gruppe, doch am nächsten Anstieg flog die Gruppe schon wieder auseinander. Kaufmann und Palmberger setzten sich zu zweit ab, dahinter waren Böhme und Thum und mit knappem Abstand Reiser und ich. In der folgenden Abfahrt bekam ich dann einen Plattfuß :( Auf dieser Strecke, zu 99% Kies- und Waldweg, eigentlich unmöglich...Scheisse, doch weil ich die Rennbelastung unbedingt wollte, rollte ich auf der Felge, zum Teil auch zu Fuß, weiter, bis nach ca. 3 Km Speedy mit meinem Ersatzlaufrad wartete. Ich war mittlerweile ca. auf Pos. 50 und das Rennen war vom Ergebnis her natürlich gelaufen! Trotz allem bin ich dann wieder voll weitergefahren und habe meinen Rhythmus gesucht und gefunden:) Am Ende dann noch auf Platz 16 Overall und 8 in meiner Kategorie. Wenigstens wusste ich, dass die Form passt und ich mein Speed auch im Rennen fahren kann, allerding trotzdem sehr ärgerlich, ich bin mir sicher dass ich es in die Top 5 geschafft hätte... Unter anderem auch wegen dem etwas missratenen Rennen entschied ich danach, auch am Sonntag beim Cross Country zu starten. Ohne jegliche Vorbereitungen, ich bin nichtmal die Strecke abgefahren und habe das ganze Jahr noch nicht Cross Country Spezifisch trainiert, konnte ich dann trotzdem ein echt gutes Rennen fahren! Für die Spitzengruppe war meine Startposition bzw. mein Start zu schlecht, aber das Tempo hätte ich wahrscheinlich sowieso nicht fahren können. Ich habe mich aber dahinter das ganze Rennen konstant zwischen Platz 7- 11 aufgehalten und musste nie über das Limit gehen. In einem spannenden Fight in der letzten Runde konnte ich mir dann zufrieden Platz 9 sichern! Nach der harten Belastung vom Vortag ging es mir heute besser wie erwartet. Jetzt bin ich auf jedenfall erstmal glücklich, dass die Saison so richtig losgegangen ist und meine Form auch passt! Nächstes Wochenende werde ich beim Riva Bike Marathon fahren, bevor schon die Deutsche Meisterschaft Marathon in Singen ansteht. Ich hoffe, dass die Form noch die letzten, entscheidenden Prozentpunkte nach oben geht und ich dann zweimal sehr gute Leistungen zeigen kann. Vielen Dank für den Support heute an der Strecke und auch an meine Betreuer!!!!
Leistungstest, hartes Training, eine Menge Spaß und Rund um Schönaich10.04.2012 Nach ein paar ruhigen Tagen Zuhause hatte ich vergangenen Dienstag einen Leistungstest in Freiburg. Dieser verlief recht gut, was auch meinen Eindruck der Vorwochen bestätigte. Für die kommenden Tage bin ich dann gleich bei meinem Teamkollegen Simon Stiebjahn in Titisee- Neustadt geblieben. Das bedeutete langes Rennradtraining in strömendem Regen, ein sehr hartes MTB Training bei besserem Wetter, welches aber plötzlich auf der Langlaufloipe endete, einige harte Stunden im Fitnessstudio und letztendlich auch noch das Üben von Abschlägen mit dem Golfschläger in den Titisee;) Zur Erholung nach unserem Training waren wir im Badeparadies Schwarzwald, ein riesiges Bad, welches Wellness, Rutschenparadies und Palmenoase bzw. Thermalbad vereint. Am Sonntag sind wir dann nach einer sehr anstrengenden Woche zu mir gefahren, um am Montag beim Radklassiker "Rund um Schönaich" am Start zu stehen. Dies sollte den Abschluss meiner Trainingswoche bilden und ich wollte nochmal eine lange und harte Belastung haben. Die habe ich dann auch bekommen, allein schon wegen den sehr widrigen Wetterverhältnissen von ca. 4 Grad und Regen. Das Rennen war von Anfang an schnell und hektisch. Wirklich frisch habe ich mich das ganze Rennen nicht gefühlt, das war aber auch so zu erwarten. Im Feld konnte ich das Tempo gut mithalten, für die Spitzengruppe hat meine Leistung aber leider nicht gereicht. Zufrieden und durchgefroren erreichte ich nach 3: 20 Stunden und 135 Kilometern das Ziel mit dem Hauptfeld. Jetzt stehen für mich die letzen spezifischen Inhalte auf dem Trainingsplan, bevor ich dann hoffentlich mit einer super Form in Riva und danach bei der DM in Singen am Start stehe. Davor steht noch das Rennwochenende in Münsingen quasi vor meiner Haustüre an. Ich werde auf jedenfall am Samstag beim Marathon an den Start gehen und hoffentlich reichen meine Kräfte danach auch noch für das Cross Country Rennen am Sonntag. |

